Rezension
„Arschtritt“ von Holger Senzel
Holger Senzel berichtet in seinem Buch über seine Erfahrungen mit Depressionen, verschiedenen Klinikaufenthalten und Gesprächen bei Therapeuten sowie, und darauf wird der Schwerpunkt gelegt, seinem Projekt „Arschtritt“. Dieses Projekt startet er, als er die Anzeichen einer weiteren beginnenden Depression erkennt. Seine Idee: Bisher hat er versucht sich „von innen“ zu heilen. Dies scheint langfristig gesehen und erfahrungsgemäß nicht erfolgsversprechend zu sein. Nun möchte er es „von außen“ versuchen. Er erstellt und unterschreibt einen Vertrag mit sich selbst, 4 Wochen lang auf verschiedene Handlungen, wie z.B. Rauchen und Alkohol, zu verzichten und gleichzeitig Sport zu treiben und persönliche sowie haushaltstechnische Dinge zu erledigen. Er will sich damit quasi selbst „disziplinieren“ und aus seiner Lethargie des Alltags, die ihn zu lähmen scheint, herauskommen.
Holger Senzel beschreibt die verschiedenen Tage seines Projektes „Arschtritt“. Ich denke, Menschen mit (leichten) Depressionen könnten hier vielleicht Anregungen bekommen. Die Frage ist natürlich, inwiefern es Menschen mit schweren Depressionen wirklich erreicht. Er versucht zwar auch die Schattenseiten, Zweifel und die Mühen zu beschreiben, diesen Vertrag durchzuhalten (z.B. in dem er anfangs immer wieder scheitert und von neuem anfängt). Dennoch bekommt man als Leser manches Mal den Eindruck einer gewissen Leichtigkeit. Etwas störend fand ich auch die längeren Einschübe von Teilen von Büchern, die er gelesen hat. Da Sie am Kern der Sache, der Depression, vorbeigehen.
Insgesamt finde ich das Projekt „Arschtritt“ aber trotzdem eine sehr gute Sache! Dieses Buch ist nicht nur für Personen mit Depressionen, sondern gerade für Menschen, die ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen. Keine Ausreden mehr – einfach machen! So einen Arschtritt braucht jeder mal, denke ich.
Holger Senzel beschreibt die verschiedenen Tage seines Projektes „Arschtritt“. Ich denke, Menschen mit (leichten) Depressionen könnten hier vielleicht Anregungen bekommen. Die Frage ist natürlich, inwiefern es Menschen mit schweren Depressionen wirklich erreicht. Er versucht zwar auch die Schattenseiten, Zweifel und die Mühen zu beschreiben, diesen Vertrag durchzuhalten (z.B. in dem er anfangs immer wieder scheitert und von neuem anfängt). Dennoch bekommt man als Leser manches Mal den Eindruck einer gewissen Leichtigkeit. Etwas störend fand ich auch die längeren Einschübe von Teilen von Büchern, die er gelesen hat. Da Sie am Kern der Sache, der Depression, vorbeigehen.
Insgesamt finde ich das Projekt „Arschtritt“ aber trotzdem eine sehr gute Sache! Dieses Buch ist nicht nur für Personen mit Depressionen, sondern gerade für Menschen, die ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen. Keine Ausreden mehr – einfach machen! So einen Arschtritt braucht jeder mal, denke ich.